Historie, Teil 3Hans Hecker verstarb 1942 und hinterließ drei Töchter und seine Ehefrau Maria. Während des Krieges wurden beiHecker Kriegswichtiges Gerät und Munition hergestellt. Während dieser Jahre fertige man zum Beispiel die vonHans Hecker entwickelten und patentierten Kistenschlösser für Munitionskisten.Zum Ende des zweiten Weltkrieges inventarisierten die amerikanischen Besatzer die Werkzeugmaschinen und dasrestliche Inventar der Firma als Reparations-Leistungen. Doch bei Hecker hatte man Glück..............denn die Maschinen wurden niemals abgeholt und so konnte die Motorrad-Produktion schnell wieder aufgenommen werden.Nach Krieg übernahmen die Schwiegersöhne von Hans Hecker, Paul und Fritz Scharold die Geschicke der Firma undfertigen zunächst, wie viele andere Motorrad-Konfektionäre auch, eine 125 ccm Maschine mit dem bewährten ILO-Motor aus Pinneberg. Paul Scharold war als Geschäftsführer für die Technik verantwortlich und sein Bruder Fritzübernahm die kaufmännische Leitung im Betrieb. Bei Hecker wurde die K125 das meist gebaute und verkaufteFahrzeug und war von 1948 bis 1954 in den Katalogen zu finden. Neben diesem „Top-Seller“ wurden Motorräder mit175ccm—Motoren von ILO, Sachs und Villiers konfektioniert. Um die aktuelle Fahrzeugpalette attraktiv weiterentwickeln zu können, verstärkte Paul Scharold seine Technik-Mannschaft schnell durch zwei gut ausgebildete und im Motorradbau erfahrene Ingenieure. Er konnte mit MaxWeichenrieder einen guten Mann von Suspa, einem Zulieferer für Fahrwerks-Elemente abwerben. Rudolf Aurich kam von Ardie und brachte neben seiner Erfahrung einen hohen technischen Qualitätsanspruch in dieFahrzeugentwicklung bei Hecker ein.Mitte der Fünfziger Jahre wurde die Palette nach oben mit 200ccm und 250ccm– Ein– und Zweizylinder-Motorenabgerundet. In der Nürnberger Lenaustraße 7 wurde auch in dieser Zeit viel getestet und erprobt. So gab es balddas Moped mit dem 50 ccm-ILO-Süd-Motor. Das G50R war das erste Vollschwingen-Moped aus deutscher Produktion. Wieder eine Innovation der fränkischen Zweirad-Bauer. Dem G50R wurde schnell ein Transport-Moped zur Seitegestellt. Das Spitzenmodell der Moped-Ära war 1955/56 sicher das Hecker-Blitz Sportmoped.copyright by Konrad Hecker, Poststraße 42, 34289 Zierenberg, eMail: Hecker@Hecker-Motorrad.de